zu viel Magnesium
Zuletzt aktualisiert: 8. September 2020

Das Wissen über einen Magnesiummangel ist weit verbreitet. Doch was ist, wenn man zu viel Magnesium nimmt? Dieser Fall trifft zwar nur sehr selten ein, ist aber nicht ganz ungefährlich. Das Risiko, dass du zu viel Magnesium über die Nahrung aufnimmst, besteht kaum. Falsch dosierte Präparate oder übermäßige Einnahme dieser steigern jedoch das Risiko.

Wir klären dich in diesem Artikel über die Hypermagnesiämie (Magnesiumüberschuss), den Mineralstoff selbst und dessen Funktionen im Körper auf. Darüber hinaus erklären wir dir, wie du es umgehst zu viel Magnesium zu dir zu nehmen, Symptome bei einer Überdosierung erkennst und einen Magnesiumüberschuss behandelst.




Das Wichtigste in Kürze

  • Ohne Magnesium funktioniert der menschliche Körper nicht. Dieser Mineralstoff wird für mehr als 300 enzymatische Reaktionen benötigt und ist für die Entwicklung des Körpers essenziell.
  • Eine orale Überdosis ist sehr selten und schwer zu erreichen. Doch zu viel Magnesium kann in seltenen Extremfällen tödlich enden.
  • Der empfohlene Tagesbedarf für gesunde, erwachsene Menschen von 300 – 350 mg Magnesium sollte nicht überschritten werden.

Definition: Was ist Magnesium?

In silberweiser auftretender Form ist das zweifach positiv geladene Ion das achthäufigste Element der Welt (10). Doch das Leichtmetall Magnesium kommt nicht nur in Mineralwasser oder einem Teil unserer Nahrung vor, sondern ist auch in der Natur häufig zu finden. Dort allerdings selten in reiner Form, sondern gebunden in chemischen Verbindungen.

Unser eigener Körper kann Magnesium nicht herstellen, benötigt es aber für sehr viele und vor allem wichtige Funktionen und Reaktionen. Der Mineralstoff ist unabdinglich für Funktion unseres Körpers. Hinzu kommt, dass er ausschlaggebend für die Entwicklung des Körpers ist. Sowohl als Embryo im Mutterleib als auch im fortlaufenden Alter.

Hintergründe: Was du über Magnesium und eine Überdosis wissen solltest

Im nachfolgenden Abschnitt klären wir häufig gestellte Fragen und erörtern Hintergrundinformationen, die du über Magnesium wissen solltest. Dadurch bekommst du ein besseres Verständnis für dieses Thema und verstehst zusammenhänge besser.

Welche Funktion hat Magnesium?

Als vierthäufigster im Körper vorkommender Mineralstoff ist Magnesium ein Co-Faktor für mehr als 300 enzymatische Reaktionen. Zudem essenziell wichtig für den Adenosintriphosphat (ATP)-Stoffwechsel (1). Adenosintriphosphat ist der Hauptenergieträger in den Zellen und reguliert wichtige energieliefernde Prozesse (2).

Magnesium ist auch der natürliche Ausgleich zu Calcium. Dieses Gleichgewicht ist entscheidend für den Aufbau der Knochensubstanz. Zusätzlich werden dadurch die bereits bestehenden Zellen in den Knochen ausreichend ernährt und gestärkt (3).

Zu viel Magnesium-1

Der Mineralstoff Magnesium in seiner natürlichen Kristallform. Dieser Mineralstoff ist nicht nur essenziell für unseren Körper, sondern hat auch viele Auswirkungen auf diesen. (Bildquelle: Muara Ibrahim / Unsplash)

Jeder gesunde erwachsene Mensch trägt ca. 25 mg Magnesium in seinem Körper. Davon sind ca. 67 % in den Knochen. Nur lediglich 0,8 – 1% zirkuliert mit dem Blut in deinem Körper. Das restliche Magnesium ist in Organen mit großer Stoffwechselaktivität wie zum Beispiel Muskulatur, Herz und das Zentrale Nervensystem (10).

Sowohl bei der RNS- als auch bei der DNA-Synthese wird Magnesium benötigt. Für die Proteinsynthese ist es ebenfalls vonnöten. Magnesium hilft auch bei der Weitergabe von elektrischer Erregung in deinen Muskelzellen oder Neuronen (neuromuskulären Reizleitung) (1).

Doch das ist noch lange nicht alles. Hinzu kommt, dass Magnesium die Muskelkontraktion, den Blutdruck, die Nervenübertragung, die Herzerregbarkeit, den Glukose- und Insulinstoffwechsel sowie die Spannung der einzelnen Blutgefäße (vasomotorischer Tonus) regelt (4).

Zu viel Magnesium-2

Magnesium ist ein wichtiger Faktor für die Blutdruckregulierung, kann diesen jedoch bei der Einnahme von zu viel Magnesium aus dem Gleichgewicht bringen.
(Bildquelle: Gerald Oswald / Pixybay)

Magnesium kann zudem gegen Stress helfen, sowohl physischen als auch psychischen. Eine tägliche Einnahme kann die physiologischen Regulation des Sympathikus- und Parasympathikus-Effekts verbessern. Das bedeutet, dass der Körper darin unterstützt wird beide Effekte natürlich zu regulieren (9).

  • Sympathikus-Effekt – Kämpfen oder Flüchten: Er ist dafür da, deinen Organismus auf körperliche sowie geistige Leistung vorzubereiten. Die Atemwege weiten sich, das Herz schlägt kräftiger und schneller und die Darmtätigkeit wird reduziert.
  • Parasympathikus-Effekt – Ruhe und Verdauen: Er ist dafür da, deinen Organismus zu Entspannen und die körpereigenen Reserven aufzufüllen. Die Verdauung und verschiedene Stoffwechsel werden angekurbelt.

Wie kann Magnesium eingenommen werden?

Du nimmst Magnesium tagtäglich durch deine Nahrung auf. Hier kann allerdings der Gehalt von Magnesium sehr unterschiedlich sein. Einerseits durch den Grundanteil von Magnesium, andererseits durch die Be- und Weiterverarbeitung der Nahrungsmittel (5).

Zu viel Magnesium-3

Nüsse beinhalten viel Magnesium. Vor allem Cashews haben einen sehr hohen Magnesium-Anteil pro 100 Gramm.
(Bildquelle: Henryk Niestrój / Pixabay)

Getreideprodukte, Nüsse, Kartoffeln und grünes Gemüse haben einen höheren Magnesiumanteil als zum Beispiel Fleisch oder Milchprodukte. Die typischen Hauptlieferanten für Magnesium sind Kartoffeln, Getränke, Milchprodukte sowie Brot und Backwaren (5).

Nachstehend haben wir dir eine Tabelle mit Nahrungsmitteln aufgeführt, um dir das Magnesiumverhältnis zu veranschaulichen (6):

Tierische Nahrungsmittel Magnesium (mg/100g) Vegane Nahrungsmittel Magnesium (mg/100g)
Lachs 29 Cashews 292
Hühnerbrust 29 Schwarze Bohnen 171
Rindfleisch 21 Mandeln 170
Joghurt 11 Erdnüsse 168
Milch 11 Erdnussbutter 154
Haferflocken 134
Edamame 64
Spinat 58
Brauner Reis 43

Als Alternative oder auch zusätzliche Versorgung gibt es auch Präparate. Wie du Magnesium Präparate zu dir nimmst, ist ganz dir überlassen. Folgende Möglichkeiten stehen dir zur Verfügung:

  • Brausetabletten/Auflöstabletten
  • Trinkgranulat/Auflöspulver
  • trinkfertiges Liquid
  • Direct/verzehrfertiges Granulat
  • Kapseln

Wie du siehst, hast du die Möglichkeit, das Präparat entweder zu trinken oder zu schlucken. Auch wenn es mal schnell zwischendurch sein muss, hast du die passende Alternative zur Auswahl.

Kann Magnesium während der Schwangerschaft überdosiert werden?

Grundsätzlich kann Magnesium immer überdosiert werden. Auch während der Schwangerschaft. Deshalb ist dein Magnesiumwert während der Schwangerschaft von essenzieller Bedeutung.

Nicht nur für deine Gesundheit, sondern auch für die Gesundheit und den Entwicklungsverlauf deines Fötusses.

Durch die Schwangerschaft bedingter Magnesiummangel kann unter anderem hämatologische Schäden verursachen (7). Darunter versteht man die Erkrankung des Blutes, was unter anderem zu Blutarmut, bösartigen Veränderungen der Lymphknoten, Blutbildungsstörungen des Knochenmarks und Störung der Blutgerinnung führen kann.

Ebenso können durch einen Magnesium-Mangel teratogene Schäden auftreten (7). Das bedeutet, dass es zu Fehlbildungen des Embryos kommen kann.

Durch eine Nahrungsergänzung von Magnesium kann auch das Risiko eines niedrigen Geburtsgewichts entgegengewirkt werden (7). Zudem kommt hinzu, dass eine schwangerschaftsinduzierte Bluthochdruckerkrankung, auch Präeklampsie genannt, unter anderem mithilfe von Magnesiumsulfat behandelt werden kann (8).

Häufig auftretende Beinkrämpfe während einer Schwangerschaft können durch Magnesium gelindert werden. Auch die Intensität der Krämpfe kann durch eine Magnesium-Anwendung abgeschwächt werden. Dennoch solltest du aufpassen, aufgrund der oben genannten Risiken nicht zu viel Magnesium zu dir zu nehmen (12).

Woran erkenne ich, dass ich zu viel Magnesium eingenommen habe?

Ein Magnesiumungleichgewicht kann unteranderem zu einer Hypermagnesiämie führen. Das ist das Fachwort für einen erhöhten Magnesiumspiegel im Körper (11). Wie du die ersten Symptome erkennst, haben wir dir nachstehend kurz aufgeführt.

Da Magnesium abführend wirken kann, ist eines der ersten Anzeichen oftmals weicher Stuhl oder auch sogar Durchfall. Magen-Darm-Beschwerden können ebenfalls auftreten (12).

Übelkeit und Erbrechen kann ein weiteres Zeichen für eine Einnahme von zu viel Magnesium sein. Der Schwund von Muskelreflexen und Schwindel sind weitere Indikatoren für einen Magnesiumüberschuss.

Welche Nebenwirkungen bringt zu viel Magnesium mit sich?

Die Nebenwirkungen können sich bei einem Magnesiumüberschuss auf verschiedenste Arten und Weisen äußern und sollten nicht ignoriert werden.

Bei der Einnahme von zu viel Magnesium kann es zu teils lebensbedrohlichen Nebenwirkungen kommen die in sehr selten Fällen auch zum Tod führen können.

Der Großteil der Nebenwirkungen hat direkte Auswirkungen auf den Torso. Andere beeinflussen die Wahrnehmung und das körpereigene Gefühl. Die Nebenwirkungen von zu viel Magnesium sind größtenteils recht allgemein und unspezifisch.

Grundsätzlich ist das Einnehmen von zu viel Magnesium nur schwer zu erreichen und muss über einen längeren Zeitraum passieren, um Nebenwirkungen zu erleiden.

Die typischen Nebenwirkungen bei der Einnahme von zu viel Magnesium, sind folgende:

Weicher Stuhl/Durchfall

Aufgrund der abführenden Wirkung von Magnesium kann von zu viel Magnesium Magen-Darm-Beschwerden sowie weicher Stuhl bis hin zu Durchfall auftreten (12). Bei einer gesunden Nierenfunktion sollte dies allerdings nach Reduzierung der Magnesiumzufuhr nach ein bis zwei Tagen abgeklungen sein.

Weicher Stuhl und Durchfall sind Reaktionen des Darms, da dieser kein weiteres Magnesium mehr aufnehmen kann. Es stellt kein Gesundheitsrisiko dar, aber du solltest dennoch darauf reagieren.

Übelkeit/Erbrechen

Eine weitere vorerst unbedenkliche Nebenwirkung von zu viel Magnesium ist Übelkeit. Dies kann sich bis zum Erbrechen steigern.

Auch hier besteht kein akutes Gesundheitsrisiko. Dennoch ist es ein Warnzeichen deines Körpers. Sowohl bei Erbrechen als auch bei Durchfall ist eine ausreichende Wasserzufuhr wichtig, um die ausgeschiedene Flüssigkeit auszugleichen.

Abschwächung/Ausbleiben der Muskelreflexe

Diese Nebenwirkung ist ein Zeichen für einen Magnesiumüberschuss über einen längeren Zeitraum. Bei einer Abschwächung der Reaktion und Muskelreflexe solltest du einen Arzt aufsuchen.

Das Ausfallen der Muskelreflexe ist keine lebensbedrohliche aber dennoch ernst zunehmende Nebenwirkung.

Schwindel/Wahrnehmungsstörungen

Die Störung der Koordination und des Bewegungsapparates ist eine weitere Folge, die durch eine Zufuhr von zu viel Magnesium ausgelöst werden kann.

Schwindel und Wahrnehmungsstörungen werden vom Zentralen-Nervensystem ausgelöst. Darauf hat unter  anderm Magnesium Auswirkungen, weshalb es zu diesen Nebenwirkungen kommen kann (10).

Blutdruckabfall

Bei zu viel Magnesium kann es ebenfalls zum Blutdruckabfall und einem verlangsamten Puls kommen. In diesem Fall solltest du wie bei den zwei zuvor aufgeführten Nebenwirkungen einen Arzt aufsuchen und dich untersuchen lassen.

Ein niedriger Blutdruck über einen längeren Zeitraum kann das Risiko für eine grunddepressive Stimmung erhöhen (13).

Müdigkeit/Erschöpfung/Schwächegefühl

Müdigkeit und Erschöpfung können Folgeerscheinungen durch zu viel Magnesium sein. Meist wird ein solches Schwächegefühl durch einen verlangsamten Puls und einen niedrigen Blutdruck ausgelöst.

Aufgrund des verlangsamten Pulses wird die Sauerstoffversorgung verlangsamt was Müdigkeit und das Schwächegefühl zufolge hat.

Verlangsamte Atmung (Atemdepression)

Eine Atemdepression durch zu viel Magnesium macht sich durch eine langsame Atmung bemerkbar, welche sich im weiteren Verlauf zu Kurzatmigkeit und Atemnot führen kann. Schlafprobleme, Ängste und Müdigkeit können ebenfalls durch eine Atemdepression hervorgerufen werden.

Durch eine Blutabnahme beim Arzt kann der Grad einer Atemdepression festgestellt werden. In diesem Zuge kann auch ermittelt werden, ob diese Gesundheitsgefährdend ist.

Herzrhythmusstörungen

Das menschliche Herz schlägt im Schnitt ca. 60 – 80 mal pro Minute. Man spricht von einer Herzrhythmusstörung, wenn das Herz langsamer, schneller oder unregelmäßig schlägt (14).

Wenn es langsamer (weniger als 60 Schläge/Minute) schlägt, spricht man von einer Tachykardie. Schlägt es schneller (mehr als 100 Schläge/Minute), wird es Bradykardie genannt. Arrhythmien wird der unregelmäßige Herzschlag (“Stolpern”) genannt.

Zu den Elektrolyten zählen zum Beispiel Kalium, Natrium, Calcium und Magnesium.

Die Zusammensetzung der Blutsalze (Elektrolyte) sollte immer im Gleichgewicht sein, da diese eine Herzrhythmusstörung auslösen können.

Im schlimmsten Fall kann eine Herzrhythmusstörung zu einem Herzstillstand führen. Ohne sofortige Behandlung führt dies letztlich zum Tod.

Zu viel Magnesium: 3 wichtige Punkte zum Umgehen, Erkennen und Behandeln

Bei einer schweren Niereninsuffizienz (Nierenschwäche), komplettem Nierenversagen, Schilddrüsenunterfunktion oder auch einer dauerhaften Einnahme von zu viel Magnesium kann es zu einer chronischen Überversorgung kommen.

Tagesbedarf an Magnesium

Der Tagesbedarf an Magnesium hängt sowohl vom Alter als auch vom Geschlecht ab. Die nachstehende Tabelle zeigt dir die empfohlene Magnesium Zufuhr (mg/Tag) von gesunden Menschen (15).

Alter männlich weiblich
1 – 3 Jahre 80 80
4 – 6 Jahre 120 120
7 – 9 Jahre 170 170
10 – 12 Jahre 230 250
13 – 14 Jahre 310 310
15 – 18 Jahre 400 350
19 – 24 Jahre 400 310
25 und älter 350 300

Schwangere Frauen unter 19 Jahren sollten einen Magnesium-Tageswert von 350 mg und schwangere über 19 einen Tageswert von 310 mg anstreben. Bei stillenden Frauen ist dieser etwas erhöht und liegt bei 390 mg.

Symptome bei zu viel Magnesium erkennen

Die einzelnen Symptome haben wir dir bereits im vorherigen Teil des Artikels aufgeführt. Hier haben wir sie dir nochmal kurz und knapp zusammengefasst:

  • Weicher Stuhl/Durchfall
  • Übelkeit/Erbrechen
  • Abschwächung/Ausbleiben der Muskelreflexe
  • Schwindel/Wahrnehmungsstörungen
  • Blutdruckabfall
  • Müdigkeit/Erschöpfung/Schwächegefühl
  • verlangsamte Atmung (Atemdepression)
  • Herzrhythmusstörungen

Wie sich die einzelnen Symptome genau auswirken, kannst du dir im Abschnitt “Nebenwirkungen” noch mal im Detail genauer anschauen.

Maßnahmen bei einer Magnesium-Überdosierung

Es ist anzumerken, dass eine Überdosierung über die Nahrungsaufnahme oder auch der richtigen Anwendung durch Nahrungsergänzungsmittel sehr unwahrscheinlich ist. Dennoch solltest du die empfohlene Tagesdosis nicht überschreiten. Eine Tagesmenge von über 2500 mg Magnesium kann gefährliche und gesundheitsschädigende Nebenwirkungen mit sich führen.

Sollten nur leichte Symptome wie weicher Stuhl/Durchfall auftreten, brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Du solltest lediglich deine Magnesiumzufuhr reduzieren.

Überschüssigen Magnesium wird unter anderem über den Darm ausgeschieden, was sich auf deinen Stuhl auswirkt. Der Großteil des Magnesiums wird über die Niere abgebaut und mit dem Urin ausgeschieden. Hierzu kann Calcium zu Hilfe gezogen werden. Dieser Mineralstoff regt die Aktivität der Nieren an und beschleunigt den Abbau von Magnesium.

Solltest du jedoch unter stärkeren Symptomen durch die Einnahme von zu viel Magnesium leiden, suche bitte einen Hausarzt auf. Dieser wird die nötigen Untersuchungen vornehmen um zu bestimmen, was der nächste Behandlungsschritt ist.

Fazit

Eine Magnesium Überdosis kann nur in sehr seltenen Fällen ungewollt auftreten. Es muss über einen langen Zeitraum übermäßig viel Magnesium zu sich genommen werden, um bei einem gesunden Körper eine Überdosis zu erreichen. Im extrem Fall kann zu viel Magnesium sogar zum Tod führen.

Schwangere und kranke Menschen sollten allerdings unbedingt ihre Magnesium Zufuhr im Blick haben und regelmäßig kontrollieren. Bei schwangeren wirkt sich der Magnesiumhaushalt direkt auf den Fötus aus und kann die Entwicklung bei der Einnahme von zu wenig oder auch zu viel Magnesium essenziell beeinflussen. Bei kranken Menschen mit einer starken Nierenschwäche ist eine potenzielle Überdosierung von Magnesium aufgrund der eingeschränkten Körperfunktionen höher.

Dieser Artikel ersetzt keinesfalls die Diagnose, Meinung und Behandlung eines Facharztes/Experten.

Bildquelle: olhatsiplyar/ 123rf.com

Einzelnachweise (15)

1. Gröber U, Schmidt J, Kisters K. Magnesium in Prevention and Therapy. Nutrients. 2015;7(9):8199-8226. Published 2015 Sep 23. doi:10.3390/nu7095388
Quelle

2. de Meis L. (1997) The Concept of Phosphate Compounds of High and Low Energy. In: Sotelo J.R., Benech J.C. (eds) Calcium and Cellular Metabolism. Springer, Boston, MA. https://doi.org/10.1007/978-1-4757-9555-4_8
Quelle

3. Li Y, Wang J, Yue J, Wang Y, Yang C, Cui Q. High magnesium prevents matrix vesicle-mediated mineralization in human bone marrow-derived mesenchymal stem cells via mitochondrial pathway and autophagy. Cell Biol Int. 2018;42(2):205-215. doi:10.1002/cbin.10888
Quelle

4. Volpe SL. Magnesium in disease prevention and overall health. Adv Nutr. 2013;4(3):378S-83S. Published 2013 May 1. doi:10.3945/an.112.003483
Quelle

5. BfR Wissenschaft Herausgegeben von A. Domke, R. Groflklaus, B. Niemann, H. Przyrembel, K. Richter, E. Schmidt, A. Weiflenborn, B. Wörner, R. Ziegenhagen Verwendung von Mineralstoffen in Lebensmitteln - Toxikologische und ernährungsphysiologische Aspekte ISSN 1614-3795 ISBN 3-931675-88-2
Quelle

6. Fact Sheet for Health Professionals; National Institut of Health: Magnesium
Quelle

7. Hovdenak N, Haram K. Influence of mineral and vitamin supplements on pregnancy outcome. Eur J Obstet Gynecol Reprod Biol. 2012;164(2):127-132. doi:10.1016/j.ejogrb.2012.06.020
Quelle

8. Eddy AC, Bidwell GL 3rd, George EM. Pro-angiogenic therapeutics for preeclampsia. Biol Sex Differ. 2018;9(1):36. Published 2018 Aug 25. doi:10.1186/s13293-018-0195-5
Quelle

9. Wienecke E, Nolden C. Langzeit-HRV-Analyse zeigt Stressreduktion durch Magnesiumzufuhr [Long-term HRV analysis shows stress reduction by magnesium intake]. MMW Fortschr Med. 2016;158(Suppl 6):12-16. doi:10.1007/s15006-016-9054-7
Quelle

10. zur Erlangung der Doktorwürde der Universität zu Lübeck - aus der Medizinischen Fakultät - vorgelegt von Eva Berkemeier aus Bünde Lübeck 2008
Quelle

11. Wakai E, Ikemura K, Sugimoto H, Iwamoto T, Okuda M. Risk factors for the development of hypermagnesemia in patients prescribed magnesium oxide: a retrospective cohort study. J Pharm Health Care Sci. 2019;5:4. Published 2019 Feb 13. doi:10.1186/s40780-019-0133-7
Quelle

12. Supakatisant C, Phupong V. Oral magnesium for relief in pregnancy-induced leg cramps: a randomised controlled trial. Matern Child Nutr. 2015;11(2):139-145. doi:10.1111/j.1740-8709.2012.00440.x
Quelle

13. Paterniti S, Verdier-Taillefer MH, Geneste C, Bisserbe JC, Alpérovitch A. Low blood pressure and risk of depression in the elderly. A prospective community-based study. Br J Psychiatry. 2000;176:464-467. doi:10.1192/bjp.176.5.464
Quelle

14. Fu DG. Cardiac Arrhythmias: Diagnosis, Symptoms, and Treatments. Cell Biochem Biophys. 2015;73(2):291-296. doi:10.1007/s12013-015-0626-4
Quelle

15. DGE; Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Magnesium
Quelle

Warum kannst du mir vertrauen?

Benjamin ist studierter Biologe. Er hat sich mittlerweile auf Physiologie spezialisiert. Gerade der Einfluss von Nahrungsergänzungsmittel auf den menschlichen Organismus interessieren ihn. Er arbeitet als Medizinredakteur. Sein Ziel ist es, komplizierte Sachverhalte einfach darzustellen, damit sie für alle verständlich sind.
Wissenschaftliche Untersuchung
Gröber U, Schmidt J, Kisters K. Magnesium in Prevention and Therapy. Nutrients. 2015;7(9):8199-8226. Published 2015 Sep 23. doi:10.3390/nu7095388
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Wissenschaftlicher Artikel
de Meis L. (1997) The Concept of Phosphate Compounds of High and Low Energy. In: Sotelo J.R., Benech J.C. (eds) Calcium and Cellular Metabolism. Springer, Boston, MA. https://doi.org/10.1007/978-1-4757-9555-4_8
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Wissenschaftliche Untersuchung
Li Y, Wang J, Yue J, Wang Y, Yang C, Cui Q. High magnesium prevents matrix vesicle-mediated mineralization in human bone marrow-derived mesenchymal stem cells via mitochondrial pathway and autophagy. Cell Biol Int. 2018;42(2):205-215. doi:10.1002/cbin.10888
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Wissenschaftlicher Artikel
Volpe SL. Magnesium in disease prevention and overall health. Adv Nutr. 2013;4(3):378S-83S. Published 2013 May 1. doi:10.3945/an.112.003483
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Klinische Studie
BfR Wissenschaft Herausgegeben von A. Domke, R. Groflklaus, B. Niemann, H. Przyrembel, K. Richter, E. Schmidt, A. Weiflenborn, B. Wörner, R. Ziegenhagen Verwendung von Mineralstoffen in Lebensmitteln - Toxikologische und ernährungsphysiologische Aspekte ISSN 1614-3795 ISBN 3-931675-88-2
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Wissenschaftliche Untersuchung
Fact Sheet for Health Professionals; National Institut of Health: Magnesium
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Wissenschaftlicher Artikel
Hovdenak N, Haram K. Influence of mineral and vitamin supplements on pregnancy outcome. Eur J Obstet Gynecol Reprod Biol. 2012;164(2):127-132. doi:10.1016/j.ejogrb.2012.06.020
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Wissenschaftlicher Artikel
Eddy AC, Bidwell GL 3rd, George EM. Pro-angiogenic therapeutics for preeclampsia. Biol Sex Differ. 2018;9(1):36. Published 2018 Aug 25. doi:10.1186/s13293-018-0195-5
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Klinische Studie
Wienecke E, Nolden C. Langzeit-HRV-Analyse zeigt Stressreduktion durch Magnesiumzufuhr [Long-term HRV analysis shows stress reduction by magnesium intake]. MMW Fortschr Med. 2016;158(Suppl 6):12-16. doi:10.1007/s15006-016-9054-7
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Klinische Studie
zur Erlangung der Doktorwürde der Universität zu Lübeck - aus der Medizinischen Fakultät - vorgelegt von Eva Berkemeier aus Bünde Lübeck 2008
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Klinische Studie
Wakai E, Ikemura K, Sugimoto H, Iwamoto T, Okuda M. Risk factors for the development of hypermagnesemia in patients prescribed magnesium oxide: a retrospective cohort study. J Pharm Health Care Sci. 2019;5:4. Published 2019 Feb 13. doi:10.1186/s40780-019-0133-7
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Klinische Studie
Supakatisant C, Phupong V. Oral magnesium for relief in pregnancy-induced leg cramps: a randomised controlled trial. Matern Child Nutr. 2015;11(2):139-145. doi:10.1111/j.1740-8709.2012.00440.x
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Klinische Studie
Paterniti S, Verdier-Taillefer MH, Geneste C, Bisserbe JC, Alpérovitch A. Low blood pressure and risk of depression in the elderly. A prospective community-based study. Br J Psychiatry. 2000;176:464-467. doi:10.1192/bjp.176.5.464
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Wissenschaftlicher Artikel
Fu DG. Cardiac Arrhythmias: Diagnosis, Symptoms, and Treatments. Cell Biochem Biophys. 2015;73(2):291-296. doi:10.1007/s12013-015-0626-4
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Wissenschaftlicher Artikel
DGE; Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Magnesium
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